Autoritäten fordern den Konzeptioner heraus.

Der Konzeptioner hat keine Machtposition und keine wirkliche »Autorität« im
wörtlichen Sinne – etwa die Autorität und die Einflussmöglichkeiten weltanschaulicher
oder politischer Organisationen, beispielsweise einer Kirche oder
einer Partei. Seine Maßnahmen müssen durch transparente Argumentation
überzeugen und benötigen zur erfolgreichen Umsetzung häufig die aktive
politische Unterstützung von verschiedenen Teilöffentlichkeiten.

Konzeptioner verfügen über keine Machtinstrumente.

Konzeptioner können das Denken der Öffentlichkeit nicht autoritär bestimmen.
Sie haben entsprechend auch keine Möglichkeit, Medienberichterstattung
gegen den Willen und gegen das Interesse der zuständigen Journalisten
und Herausgeber zu prägen. Manche Auftraggeber haben an diesem Punkt
falsche Vorstellungen von den Möglichkeiten, die Konzeptionern und den
Kommunikations–Maßnahmen umsetzenden PR–Leuten zu Gebote stehen.
Fremde und ungeliebte Standpunkte der Öffentlichkeit können durch
Konzepte nicht einfach getilgt und vom Meinungsmarkt entfernt werden.
Konzeptioner haben keine direkte Macht, um ideologischen, politischen oder
religiösen Autoritäten zu begegnen.

Konzeptioner verfolgen also keinen autoritären Approach.

Aus:
Heinz W. Droste: Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung;
Band 1: Grundlagen – Kapitel 2 – Der Konzeptions–Approach;
Abschied vom Versuch–Irrtum–Lernen; S. 64

www.pedion-verlag.de

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