Kommunikation mit Führungsverantwortung

Strategische PR–Planung

Die Durchsetzung dieses Konzepts der strategischen PR–Planung ist offenbar
mit der Forderung nach einer wesentlichen Aufwertung der Rolle des PR–
Praktikers verbunden: Ein strategisch arbeitender PR–Spezialist scheint über
eine wesentlich höhere Kompetenz als der »Pressearbeits–Mitarbeiter« zu
verfügen, der an Management–Entscheidungen unbeteiligt darauf programmiert
ist, Anweisungen und Briefings lediglich abzuarbeiten.

Ein solcher Kommunikations–Stratege gehört mit zum Entscheider–
Team, zu der Führungsmannschaft in Unternehmen und Institutionen. Er
hat maßgeblich zunächst die Zukunftsplanungen mitzugestalten und mithilfe
von Kommunikationsmaßnahmen einen wesentlichen Anteil daran, die
erfolgreiche Verwirklichung dieser Vision zu bewirken.

Auch die Public Relations der Public Relations im Umfeld der übrigen
Kommunikationsfelder bedürfte einer Neuausrichtung. PR müssen sich im
Augenblick häufig Interessen aus den Feldern klassische Werbung und
Marketingkommunikation unterordnen. Dabei fokussiert Werbung auf den Verkauf
von Produkten und nutzt die meist kostspieligen, zahlreichen Werbeträger,
um Werbebotschaften medial zu verbreiten. Auch Marketingkommunikation
ist auf den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen ausgerichtet, greift
dazu allerdings auf eine größere Maßnahmenpalette zurück als die klassische
Werbung.

Das Konzept strategischer Public Relations impliziert nun, dass PR als
Strategiewerkzeug der Kommunikation eine Art Leitkonzept und eine Basiskompetenz
zur Verfügung stellen, das die Kommunikationskonzepte von
Werbung und Marketing integriert. Erfolgreiche strategische Kommunikation
setzt nach dieser Vorstellung auf PR als Leitansatz für die gesamte Kommunikation
der Organisation.

Aus:
Heinz W. Droste: Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung;
Band 1: Grundlagen – Kapitel 1, S. 27
Neustart dringend erforderlich:
Konzeptionstechnik im Umbruch
Erschienen im: Pedion Verlag, Neuss
www.pedion-verlag.de

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