Der Konzeptioner macht sich Profi–Kompetenz zunutze.

Konzeptionstechnik und Public Relations sind keine Lehrberufe – sie sind in
dem Sinne keine wirklichen Professionen. »Konzeptioner« ist kein geschützter
Titel – jeder kann sich als solcher bezeichnen. Es gibt zwar Kurse, die sich
über ein paar Tage erstrecken, die in die Nutzung der Konzeptions–Checkliste
mit den Punkten Faktensammlung, Auswertung, Maßnahmenentwicklung,
Umsetzung und Wirkungskontrolle einführen und mit deren konsequenten
Umsetzung vertraut machen sollen. Aber eine Ausbildung im Sinne einer
abgeschlossenen Berufsausbildung oder einer gewerblichen Qualifikation für
Konzeption ist dies deutlich nicht.

Konzeptioner profitieren von professionellem »Handwerk«.

Doch deshalb muss Kommunikationsarbeit nicht ohne den Einsatz »wirklicher
« Profis ablaufen. Ein Konzeptioner kann nämlich die handwerklichen
oder künstlerischen Fähigkeiten von Profis verschiedenster Richtungen in
seine Kommunikationskonzepte integrieren. So kann er zu seiner Arbeit die
Dienste von Handwerkern aus den Bereichen Grafik, Text, Druck, Website–Design,
Film/Video, Musik usw. »dazukaufen«. Je größer seine Erfahrung beim
Umgang mit diesen Berufsgruppen ist und je besser er sich in diese Berufsfelder
hineindenken kann, um so besser kann er deren Leistungen in sein
Konzept integrieren und eine entsprechend »professionell angereicherte«
Konzeption abliefern.

Konzeptionstechnik ist also zwar kein Profi–Approach, kann aber durchaus
durch den Rückgriff auf Profiarbeit profitieren.

Aus:
Heinz W. Droste: Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung;
Band 1: Grundlagen – Kapitel 2 – Der Konzeptions–Approach;
Abschied vom Versuch–Irrtum–Lernen; S. 63

www.pedion-verlag.de

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