Trial-and-Error statt Lernen in der PR häufig im Fokus!

Konzeption ist offenbar die Kernkompetenz von Kommunikations–Verantwortlichen,
die in Unternehmen, Institutionen usw. mit der Gestaltung öffentlicher
Meinung betraut sind. Dennoch fußt Konzeptions–Entwicklung bisher
mit dem »Trail–and–Error–Ritual« der Vorgehens-Schritte

(1) Faktensammlung
(2) Analyse
(3) Lösungsfindung
(4) Planung
(5) Umsetzung
(6) Erfolgskontrolle

lediglich auf einem »Laien–Approach«.

Jeder Neueinsteiger im Feld der Kommunikation, der noch über den
»unverdorbenen« Blick des Neulings verfügt, zeigt sich irritiert, wenn ihm
heute immer noch empfohlen wird, angesichts vielfältiger und individueller
Kommunikations–Bedürfnisse von Klienten stets mit ein und derselben sechsgliedrigen
Checkliste zu arbeiten.

Tatsächlich unübersehbar ist, dass die Ausrichtung auf die bisher in der
Kommunikations–Branche propagierten »Erfolgsformel« der Konzeption
nicht zu optimalen Arbeitsergebnissen führt.

Wirkungslosigkeit von »konzipierten« Maßnahmenpaketen ist dabei noch
das harmloseste Versagen, das PR–Praktikern aufgrund des Festhaltens am
konventionellen Sechs–Schritte–Vorgehen droht. Denn das klassische Trail–
and–Error–Verfahren der PR ist riskant und begünstigt häufig vielfältige
»unerwünschte Nebenwirkungen«.

Aus:
Heinz W. Droste: Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung;
Band 1: Grundlagen – Kapitel 1, S. 12
Kompetenzvorsprung durch Wirkungswissen

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