Der Mythos des viralen Wissens und der viralen Kommunikation

Der Mythos besteht darin, anzunehmen, dass die von den Gehirnen losgelöst
vorgestellten Gedankengänge mit einem Eigenleben versehen sind.

Da Gedanken und Ideen im Gegensatz zu Organismen weder lebendig
sind, noch eine eigenständige Existenz haben, sollte klar sein, dass Ideen sich
nicht selbst replizieren können.

Genau so wenig kommt es vor, dass sich Gedanken selbständig fortentwickeln
und »reifen«, auch wenn es oft so formuliert wird.

 

Aus:
Heinz W. Droste: Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung; Band 1: Grundlagen; Neuss 2011 – Kapitel 7 (Mythos des subjektlosen Wissens; S. 196)

Share