Social Media sind in aller Munde. Die einen sind begeistert von den neuen Kommunikationskanälen, andere fürchten um die Kommunikationskultur und um den Bestand ihres gewohnten Medienangebots. Welchen Einfluss haben Social Media auf Meinungsbildungsprozesse und welche Risiken oder Chancen bieten sie uns in Zukunft? Bisher gibt es kaum schlüssige Antworten.

Einen guten Eindruck davon, wie Social Media und damit verbundene Mechanismen tatsächlich wirken, vermittelt eine Studie, die ein Team von Kommunikationswissenschaftlern an der University of Washington Ende letzten Jahres vorgelegt hat. Im Rahmen des PITTPI (“Project on Information Technology and Political Islam”) haben sie detailreich die Rolle der Social Media während des arabischen Frühlings untersucht.

Ihre Untersuchungs-Ergebnisse hat der Soziologe und Kommunikations-Wissenschaftler Dr. Heinz W. Droste in einem „Greenpaper“ zusammengefasst und für die Praxis ausgewertet.

In einem Ebook, das er auf seinem Blog zum Download zur Verfügung stellt, werden mit Blick auf die Studie der Universität Washington folgende Fragen untersucht:

Welche Wirkungen hatten Social Media auf Meinungsbildungsprozesse?

Wie ist die Wirkung dieser Medien im Einzelnen einzuschätzen – welche Meinungsbildungsfunktionen haben jeweils Videoportale wie Youtube, Mikroblogs wie Twitter, Online-Communities wie Facebook und Weblogs?

Wie ergänzen sich die Wirkungen dieser Social Media zu einem Gesamtresultat?

Was können Gestalter von Kommunikations-Maßnahmen und Kommunikations-Berater aus den Antworten auf diese Fragen lernen?

 

Wirkungsmodell für Social Media-Strategien

Nach der Zusammfassung der Studien-Ergebnisse lässt sich ein Wirkungsmodell für Social Media-Strategien entwerfen, das als praktisches Instrument der Entwicklung wirkungsvoller Kommunikations-Maßnahmen dient.

Im Detail zeigt sich, dass vier grundlegende Kommunikations-Funktionen abzudecken sind, um Meinungsbildungsprozesse über das Internet zu steuern. Die notwendige Funktionserfüllung erfordert die Nutzung passender Social Media-Kanäle und deren adäquater inhaltlicher Ausgestaltung.

Die Zuordnung von passenden Inhalten und Funktionen zu den verschiedenen Social Media-Kanälen ist wesentlich. Werden durch Social Media-Maßnahmen die individuellen Kommunikations-Bedürfnisse nicht passgenau angesprochen, wird die gewünschte Wirkung im Meinungsbildungsprozess ausbleiben.

Das „Greenpaper“ erscheint am 5. März 2012 und kann kostenlos im Download-Bereich des Kommunikations-Knowhow-Blog www.konzeptionstechnik.de heruntergeladen werden:

Titel: „Greenpaper Nr. 02/2012: Erfolgsformel für Social Media-Strategien entdeckt?“

Format: Ebook im PDF-Format

Umfang: 40 Seiten; 12 Abbildungen

Adresse: www.konzeptionstechnik.de/downloads

Share