Was ist spannender als der Mensch? Der bekannte amerikanische Schriftsteller Kurt Vonnegut soll Studenten, die sich für die Geheimnisse des erfolgreichen und fesselnden Schreibens interessierten, erklärt haben, dass es durchaus möglich sei, selbst ein Gebirge spannend zu beschreiben. Es komme nur darauf an, dass in dem dabei entworfenen Bild auch ein Mensch zutage tritt.

Beim Pedion-Verlag downloaden:

Droste_Roll_over_Bertalanffy_Seite_01

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Folge des vorliegenden Beitrags wird es nicht darum gehen, eine spannende Erörterung des Aussehens eines  Bergmassivs oder einer anderen geologischen Merkwürdigkeit spannend zu umschreiben – was tatsächlich bereits ein schwierig zu meisterndes Unterfangen wäre. Hier wird es um etwas gehen, das sich noch öder, trockener auszunehmen droht:

Es geht hier um einen der abstraktesten in Wissenschaft und Technologie verwendeten Begriffe – um Ganzheitlichkeiten im Allgemeinen und um den Systembegriff im Speziellen.

Selbst die Empfehlung Vonneguts, einen Menschen in die Darstellung einer Sache einzubeziehen, droht angesichts massiver Unanschaulichkeit der betreffenden Sache unwirksam zu bleiben. Deshalb gehe ich die Herausforderung an, indem ich nicht nur einen einzelnen Menschen, sondern direkt eine ganze Gruppe von Menschen in meine Schilderung einbeziehe und indem ich einen weiteren Kunstgriff nutze: Ich schreibe meinen Text in Form einer Reportage.

20 Seiten

 

Share