„Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie.“ – die Erstformulierung dieser Weisheit wird unterschiedlichsten Denkern, Wissenschaftlern und Autoren zugeschrieben. Mal soll der Philosoph Immanuel Kant, mal der Sozialpsychologe Kurt Lewin der Urheber gewesen sein. Wer auch immer für diesen Spruch verantwortlich sein mag, Tatsache ist, die Qualität von Kommunikations-Gestaltung in Marketing, Werbung und PR wird durch die Qualität der verwendeten Theorien vorprogrammiert.

 

Theorien sind immer und überall.

Dabei ist es keine Alternative, auf Theorien zu verzichten und Kommunikation „pur“ zu betreiben. „Pure Information“ gibt es nicht. Sobald wir an die Gestaltung von Kommunikation gehen, bringen wir Hypothesen darüber ins Spiel, wie Interaktionen ablaufen, welchen bedingenden Faktoren sie unterworfen sind und wie wir ihren Verlauf beeinflussen können. Der Theorie-Geleitetheit unserer Arbeit ist nicht zu entgehen.

Wenn wir nicht auf theoretische Konzepte verzichten können, so haben wir doch die Möglichkeit, bewusst auszuwählen, welche Theorien wir – welche Annahmen mit Blick auf Kommunikations-Mechanismen und auf die Gestaltung von Interaktionsprozessen – als unsere Werkzeuge einsetzen.

 

Theorien programmieren Qualität und Erfolg.

Wir können mit skizzenhaften oder detaillierten, mit nebulösen oder klaren, dürftigen oder ergiebigen laienhaften oder wissenschaftlich fundierten Theorien arbeiten. Je nachdem, welches Weltbild – welche Kosmologie – wir dabei einsetzen, geben wir unterschiedlichste Antworten auf folgende Fragen:

  • Was ist Kommunikation?
  • Wie wirkt Kommunikation?
  • Wodurch werden Kommunikationsprozesse ausgelöst?
  • Wer kommuniziert – ausschließlich einzelne Akteure?
  • Können Gruppen als Gruppen kommunizieren?
  • Wie wirkt Kommunikation auf das Handeln von Einzelnen und Gruppen?
  • Wie werden Informationen und Kommunikationsinhalte von Individuen verarbeitet?
  • Inwieweit können sich Botschaften und Kommunikationsinhalte ohne das Zutun von einzelnen kommunizierenden Personen verbreiten?
  • Welchen Einfluss übt die Gesellschaft auf die Kommunikation von Bürgern in unterschiedlichen sozialen Systemen aus?
  • Welche Vorgehensweisen sind ethisch vertretbar, wenn es darum geht, Kommunikation zur Beeinflussung von Personen einzusetzen?
  • usw.

Je besser die von uns eingesetzte Theorie ist, desto besser sind unsere Antworten auf diese Fragen. Um so besser sind die Projekte, die wir zur Lösung unserer Kommunikations-Aufgaben entwerfen.

 

Qualitäts-TÜV für Kommunikations-Theorien

Unsere Beratungsqualität und die Qualität der von uns realisierten Maßnahmen steigt mit der Qualität der von uns genutzten Kommunikations-Theorie und Kosmologie. Ein Kommunikations-Profi, der die Qualität seiner Arbeit kontrollieren und anheben möchte, überprüft deshalb regelmäßig die Qualität der von ihm eingesetzten Theorien.

Bei dieser wichtigen „QM-Maßnahme“ möchten wir die Leser tatkräftig unterstützen:

Deshalb starten wir hier eine Serie mit kurzen Porträts der zehn wichtigsten, regelmäßig bei Kommunikations-Projekten eingesetzten Theorien und Kommunikations-Kosmologien.

  • Wir werden uns jeweils kurz anschauen, was das Grundkonzept hinter der jeweiligen Theorie ist und wie die dahinterliegende Kosmologie „funktioniert“.
  • Im Anschluss bewerten wir, welche Erfolgsaussichten Kommunikations-Lösungen haben, die unter Maßgabe der jeweiligen Theorie hergeleitet werden.
  • Wir werden uns auch ansehen, welche typischen Fehlschläge bei unreflektiertem Anwenden von Theorien wahrscheinlich sind.
  • Abschließend überlegen wir uns alternative Konzepte, die Probleme ausschließen und erfolgversprechend sind.

Folgende bei Beratern in PR und Werbung verbreitete Kommunikationstheorien werden wir unter die Lupe nehmen:

1. Ganzheitliche Kommunikation
2.  Meinungsmultiplikatoren-Kommunikation
3.  Virale Kommunikation
4.  Trendsurf-Kommunikation
5.  Argumentative Kommunikation
6.  Zielgruppen-Kommunikation
7.  Mechanistische Kommunikation
8.  Testimoniale Kommunikation
9.  Textualistische Kommunikation
10.  Systemische Kommunikation

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