– Apropos »soziale Prozesse«:

Um möglichen Irritationen im Zusammenhang mit diesem Begriff zu begegnen:

Um für das Weitere begriffliche Missverständnisse zu vermeiden, vergegenwärtigen
wir uns kurz die Bedeutung des Begriffs »sozial«.

Denn gerade bei Konzeptionern ist zu beobachten, dass sie diesen Begriff wegen vermeintlich unerwünschter Konnotationen meiden. Tatsächlich wird das Wort »sozial«
von Klienten mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund häufig eng assoziiert
mit Begriffen wie »Sozialwesen«, »Sozialismus«, »karitativ« oder ähnlichen Begriffen,
die typischerweise mit »wirtschaftsfeindlichen« Haltungen in Verbindung
gebracht werden.

Der Begriff zeigt aber lediglich auf, dass etwas im Rahmen der Beziehung
von zwei oder mehreren Handelnden entsteht. Beispielsweise sind Arbeitsabläufe
in einem Betrieb »soziale Prozesse«, so ungewohnt es sich für »eingefleischte«
Betriebswirte zunächst anhören mag. Da am Zustandekommen sozialer Prozesse stets mehrere Personen oder sogar Personengruppen zusammenwirken, muss zu dessen Aufrechterhaltung oder sogar zu dessen Optimierung zwischen den betroffenen Menschen kommuniziert werden. Ein Tatbestand, der leicht übersehen wird, wenn der Begriff »sozial« schamhaft aus dem Sprachrepertoire verbannt wird. –

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