Auf den ersten Blick erscheint es, als könnte das Social-Networking-System Facebook für Menschen mit geringem Selbstwertgefühl eine tolle Sache sein. Der hier mögliche Austausch mit Anderen ist wichtig, um Freundschaften aufrechtzuerhalten. Aber die tägliche Online-Welt offenbart ganz andere Züge bei den Betroffenen – das ist das Ergebnis einer Studie die in „Psychological Science“, einer Fachzeitschrift der „Association for Psychological Science“ (Washington, DC; USA) veröffentlicht wurde: Sie malträtieren ihre Freunde mit Negativ-Episoden aus ihrem Leben und machen sich dadurch unbeliebt.

Facebook macht traurig!

„Wir hatten gedacht, dass Facebook ein toller Ort dafür sein könnte, Beziehungen zu stärken.“, sagt Amanda Forest, graduate student an der University of Waterloo, Kanada (Nähe Toronto). Sie ist Mitautorin einer Studie ihrer Dozentin Joanne Wood. Ihr gemeinsames Forschungs-Thema ist Selbstwertgefühl im Allgemeinen und wie sich das Selbstwertgefühl eines Menschen darauf auswirkt, welche Gefühle er entwickelt.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl fällt der Austausch mit Anderen im face-to-face-Kontakt oft schwer, während Facebook es theoretisch ermöglichen könnte, sich mit positivem Ergebnis aus der „Ferne“ zu begegnen.

Die beiden Forscherinnen konnten zeigen, dass sich entsprechende Hypothesen nicht bestätigen lassen. Im Gegenteil: Personen mit geringem Selbstwertgefühl hatten vielfältig Anlass für negative Gefühle und wurden von anderen Facebook-Usern weniger gemocht.

(Quelle: „Psychology & Sociology“ vom 01.02.2012; Übertragung aus dem Englischen und Illu: www.konzeptionstechnik.de)

Weiteren Details:

APS journal Psychological Science

http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/facebook-is-not-such-a-good-thing-for-those-with-low-self-esteem.html

 

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