Diese Leitsätze für die Ontologie der Konzeptionslehre orientieren sich konsequent am wissenschaftlichen Materialismus:

Ontologie der Konzeptionslehre: 10 Leitsätze

  1. Die Welt existiert aus sich selbst heraus, ob wir sie erforschen oder nicht.
  2. Die Welt besteht ausschließlich aus Dingen – also aus konkreten, materiellen Dingen.
  3. Formen, Strukturen sind Eigenschaften von Dingen und keine aus sich selbst heraus existierenden Dinge.
  4. Die Dinge gruppieren sich zu Systemen: Jedes Ding ist entweder ein System oder Bestandteil eines Systems.
  5. Alle realen Dinge verändern sich.
  6. Nichts entsteht aus dem Nichts – kein Ding verschwindet ins Nichts.
  7. Alle Dinge gehorchen Gesetzen, alles ist somit determiniert, und es gibt keine Wunder.
  8. Es gibt verschiedene Arten von Gesetzen. Es gibt unter anderem kausale, stochastische
    Gesetze und Mischungen von ihnen.
  9. Die realen Dinge treten in unterschiedlichen Organisationsebenen auf. Es
    gibt jeweils eine physikalische, chemische, biologische, gesellschaftliche
    und eine technologische Ebene. Zwischen diesen Ebenen kommen Verbindungen
    vor, wie das Auftreten etwa der biosozialen Ebene zeigt. Weiterhin
    können sich Ebenen weiter verzweigen, wie dies am Auftreten der sozioökonomischen
    Ebene zu beobachten ist.
  10. Alle Systeme verfügen über Eigenschaften, die den Komponenten fehlen und
    als emergente Eigenschaften bezeichnet werden.

Aus:
Heinz W. Droste: Kommunikation – Planung und Gestaltung öffentlicher Meinung;
Band 1: Grundlagen – Kapitel 5, S. 149
Ontologie der Kommunikationstechnik 1:
Bestimmung von Struktur und Substanz menschlicher Kommunikation

Vergleiche:
— Bunge, Mario; Rubén Ardila; Philosophie der Psychologie (1990) S. 28
— Bunge, Mario; Martin Mahner; Philosophische Grundlagen der Biologie (2000) S. 3 –48

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